Die Aktion Saubere Landschaft hat in Borsum bereits eine längere Tradition. Die erste Erwähnung einer „Entrümpelungsaktion des Borsumer Waldes“ findet sich in der Terminsübersicht für das Jahr 1988. Ab 1991 wurde diese Veranstaltung dann als dörfliche Gemeinschaftsaktion (Naturschutzverein, ABV und Ortsrat) jeweils im 2-Jahres-Rhythmus  durchgeführt, immer wieder unterstützt durch die Borsumer Patenkompanie, solange diese in Hildesheim stationiert war, die Jugendfeuerwehr, Schulklassen bzw. eine Firmgruppe. Seit einigen Jahren wird die Veranstaltung jährlich durchgeführt. 

 

Peter Zawarty hat aus den Anfangsjahren folgenden Zeitungsbericht aus seinem Archiv zur Verfügung gestellt: 

 

 

 

 

Doch nun zu unserer diesjährigen Veranstaltung vom 07.03.2026:

„Aktion saubere Landschaft“ in Borsum

(07. März 2026)

 

 

(wk) Es mangelt wahrlich nicht an den Bemühungen des Gesetzgebers, durch immer neue – mehr oder weniger gelungene – Regeln für Verpackungen oder Recycling dafür zu sorgen, die Müllmengen im Land zu reduzieren. 

 

Gleichzeitig zeigte die diesjährige „Aktion saubere Landschaft“ mit knapp 50 engagierten Kindern und Erwachsenen – darunter wieder zahlreich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Borsum – erneut, dass alle Maßnahmen nichts nützen, solange es Menschen gibt, die, von allen Maßnahmen und Appellen unbeeindruckt, ihre Abfälle wild entsorgen. Dabei stellt der ZAH wohlbemerkt Entsorgungsmöglichkeiten für praktisch alles bereit, was weggeworfen werden soll.

 

Gleichwohl bietet sich immer wieder das gleiche traurige Bild: Da wird schwerer Bauschutt mal schnell auf öffentlich zur Abholung bereitgestellten Gartenmulch gekippt, da werden heimlich Sperrmüll und Altreifen aus dem Kofferraum gezerrt und … weg damit!  Faulheit? Geiz? Es ist wohl das grundsätzliche Desinteresse an einem durch gegenseitige Rücksichtnahme und Gemeinsinn geprägten Miteinander.

Wenn man nicht sehenden Auges Dorf und Landschaft zur Müllhalde umfunktionieren will, braucht es Menschen, die Verantwortung übernehmen und einen Vormittag ihres wertvollen Wochenendes opfern, um all das anzupacken, was andere klammheimlich in der Gegend entsorgt haben.

 

Übrigens: unser 9jähriger Teilnehmer Finley hat auf den gepflasterten Parkflächen am Sportplatz fleißig Zigarettenkippen bzw. -filter gesammelt, da dort gerne von Rauchern Zigaretten ausgetreten oder aus dem Auto geschnippt werden. Die meisten Filter bestehen aus Celluloseacetat. Das ist ein Kunststoff, der zwar ursprünglich aus Zellulose (Holzfasern) hergestellt wird, aber eine starke chemische Veränderung durchläuft und sich in der Umwelt wie Mikroplastik verhält. Er zersetzt sich extrem langsam (oft 10 bis 15 Jahre oder länger). Zersetzen bedeutet dabei nicht „verschwinden“. Der Filter zerfällt in immer kleinere Teile des Ausgangsstoffs und gelangt so in unsere Umwelt und letztlich auch in unsere Körper (Zellen) – egal, ob man raucht oder nicht. Vielleicht denkt ihr das nächste Mal daran, bevor ihr die Teile achtlos wegschnippt. 

 

 

Die "Aktion saubere Landschaft" ist eine Gemeinschaftsaktion der Dorfgemeinschaft. Die technische Vorbereitung der Sammelaktion oblag auch in diesem Jahr wieder dem Naturschutzverein. Den Imbiss am Ende der Aktion steuert traditionell der Ortsrat bei. Ortsbürgermeister Josef Stuke und Peter Zawarty (ABV) sorgten in der Gaststätte Jägersruh im Borsumer Wald dann auch eigenhändig dafür, dass alle Teller mit leckerem Eintopf und Würstchen gefüllt wurden. Auch Martin Böker, der es sich in diesem Jahr erneut zur Aufgabe gemacht hatte, die entlang der Sammelstrecken abgestellten Abfallsäcke zum vom ZAH bereitgestellten Container zu transportieren, bekam trotz seines hierdurch verspäteten Eintreffens natürlich noch etwas von dem Essen ab.   

 

 

 

Nachstehend der in der "Harsumer Rundschau" v. 27.03.2026 erschienene Bericht nebst Möglichkeit zum Download:

2026-03-27 HarsRundschau Aktion Saubere
JPG Bild 365.6 KB