(wk) Die Hildesheimer Wallanlagen sind ein bedeutendes Zeugnis der Stadtgeschichte und zugleich ein wertvoller innerstädtischer Naturraum. Ursprünglich im Mittelalter als Teil der Befestigungsanlagen errichtet, wurden die Wälle im 19. Jahrhundert in eine öffentliche Grünanlage umgestaltet. Heute verbinden sie historische Strukturen wie alte Bastionen und Gräben mit einer vielfältigen Vegetation aus alten Bäumen, Sträuchern und Wiesenflächen. Diese bieten zahlreichen Tierarten, darunter Vögeln, Insekten und Kleinsäugern, einen wichtigen Lebensraum mitten in der Stadt, wobei Pflegeeingriffe in Buschstrukturen aus eben diesen Gründen immer wieder von Naturschützern kritisiert werden.
Ein geführter Rundgang auf den historischen Wallanlagen an einem relativ ruhigen Sonntagmorgen gehört seit vielen Jahren zu den „Traditionsveranstaltungen“ des Naturschutzvereins. Bemerkenswert ist immer wieder die relativ hohe Zahl zu beobachtender Vögel im städtischen Bereich, ein Hinweis auf eine große Strukturvielfalt im Vergleich zu der durch intensive Landwirtschaft geprägten Landschaft des Vereinsgebietes.
Bei „frischen“ Temperaturen um die 5 Grad nahmen doch 9 Teilnehmer an dem diesjährigen Rundgang teil, bei dem folgende Vogelarten zu besichtigen waren, unter anderem auch unser heimlicher Star der Tour, die Gebirgsstelze in der Nähe der „Insel“:
Amsel
Blaumeise
Buchfink
Buntspecht
Eichelhäher
Elster
Gebirgsstelze
Graugans
Graureiher
Haussperling
Heckenbraunelle
Höckerschwan
Kleiber
Kohlmeise
Kormoran
Rabenkrähe
Reiherente
Ringeltaube
Rotkehlchen
Singdrossel
Star
Stieglitz
Stockente
Teichhuhn
Wanderfalke
Zaunkönig
Zilpzalp
Zwergtaucher
Ein Teilnehmer hatte bei der Anfahrt zum Treffpunkt an der Innerste auch einen Weißstorch beobachten können.
Fotos W. Kauer: