Ornithologischer Spaziergang auf den Hildesheimer Wallanlagen

(15. März 2026)

(wk) Die Hildesheimer Wallanlagen sind ein bedeutendes Zeugnis der Stadtgeschichte und zugleich ein wertvoller innerstädtischer Naturraum. Ursprünglich im Mittelalter als Teil der Befestigungsanlagen errichtet, wurden die Wälle im 19. Jahrhundert in eine öffentliche Grünanlage umgestaltet. Heute verbinden sie historische Strukturen wie alte Bastionen und Gräben mit einer vielfältigen Vegetation aus alten Bäumen, Sträuchern und Wiesenflächen. Diese bieten zahlreichen Tierarten, darunter Vögeln, Insekten und Kleinsäugern, einen wichtigen Lebensraum mitten in der Stadt, wobei Pflegeeingriffe in Buschstrukturen aus eben diesen Gründen immer wieder von Naturschützern kritisiert werden.

 

Ein geführter Rundgang auf den historischen Wallanlagen an einem relativ ruhigen Sonntagmorgen gehört seit vielen Jahren zu den „Traditionsveranstaltungen“ des Naturschutzvereins. Bemerkenswert ist immer wieder die relativ hohe Zahl zu beobachtender Vögel im städtischen Bereich, ein Hinweis auf eine große Strukturvielfalt im Vergleich zu der durch intensive Landwirtschaft geprägten Landschaft des Vereinsgebietes.

 

Bei „frischen“ Temperaturen um die 5 Grad nahmen doch 9 Teilnehmer an dem diesjährigen Rundgang teil, bei dem folgende Vogelarten zu besichtigen waren, unter anderem auch unser heimlicher Star der Tour, die Gebirgsstelze in der Nähe der „Insel“:

 

Amsel

Blaumeise

Buchfink

Buntspecht

Eichelhäher

Elster

Gebirgsstelze

Graugans

Graureiher

Haussperling

Heckenbraunelle

Höckerschwan

Kleiber

Kohlmeise

Kormoran

Rabenkrähe

Reiherente

Ringeltaube

Rotkehlchen

Singdrossel

Star

Stieglitz

Stockente

Teichhuhn

Wanderfalke

Zaunkönig

Zilpzalp

 

Zwergtaucher

 

 

Ein Teilnehmer hatte bei der Anfahrt zum Treffpunkt an der Innerste auch einen Weißstorch beobachten können.  

 

 

 

Fotos W. Kauer: