(wk) Bereits um 4 Uhr morgens trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer traditionellen Frühexkursion am Muttertag, um gemeinsam die erwachende Natur zu erleben. Ziel der Exkursion war auch in diesem Jahr zunächst der Borsumer Wald, wo uns die besondere Stimmung des noch völlig dunklen Waldes erwartete.
Nach auf dem Parkplatz der Gaststätte „Jägersruh“ lauschten wir gespannt in den Wald hinein. Leider ließ sich der Waldkauz, der uns in den vergangenen Jahren häufig mit seinen Rufen begleitet hatte, diesmal nicht hören und versetzte uns gewissermaßen. Dafür entschädigte uns jedoch schon bald die langsam erwachende Vogelwelt des Waldes: Aus allen Richtungen erklangen die Stimmen von Amseln, Singdrosseln, Rotkehlchen, Meisen, Mönchsgrasmücken und andere. Mit zunehmender Helligkeit steigerte sich der morgendliche Vogelgesang zu einem beeindruckenden Naturkonzert.
Besonders stimmungsvoll war der Sonnenaufgang am Waldrand. Während die ersten Sonnenstrahlen über die Landschaft zogen, bot sich den Teilnehmenden am Waldrand ein eindrucksvolles Bild der erwachenden Natur. Zwar hatte der Wetterbericht Bewölkung angekündigt, jedoch ließ diese einen breiten Streif am Horizont frei, so dass der helle Ball der aufgehenden Sonne die Teilnehmenden an diesem frischen Morgen sogar schon etwas erwärmen konnte.
Im Anschluss führte uns die Exkursion weiter zum Bruchgraben. Am Borsumer Pass erwartete uns ein ganz besonderer Höhepunkt des Morgens: gleich mehrere Nachtigallen begrüßten uns mit ihrem unverwechselbaren, melodischen Gesang. Kaum eine andere Vogelart steht so sehr für die Frühlingsnächte wie die Nachtigall. Ihr außergewöhnlich abwechslungsreicher Gesang umfasst weit über hundert verschiedene Strophentypen und beeindruckt durch seine Lautstärke und Klangfülle. Besonders in den frühen Morgenstunden und während der Nacht tragen die Männchen ihre Gesänge vor, um Reviere zu markieren und Weibchen anzulocken. Auf unserem kleinen Spaziergang entlang des Bruchgrabens konnten wir mindestens 10 singende Nachtigallen lokalisieren. Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer war dieses intensive Konzert erneut der unbestreitbare Höhepunkt der Exkursion.
Insgesamt konnten während der Frühexkursion 32 Vogelarten festgestellt werden – ein durchschnittliches, aber dennoch erfreuliches Ergebnis. Besonders haben uns erfreut über 2 "Neuzugänge" zu unserer jährlich fortgeschriebenen Beobachtungsliste: Wachtel und Schwarzkehlchen konnten erstmals verzeichnet werden.
Den gelungenen Abschluss bildete das gemeinsame Frühstück in geselliger Runde im Jugendheim Borsum, vorbereitet von unserem fleißigen Frühstücksteam. Besonderer Beliebtheit erfreute sich wieder die Marmeladenspende von Werner Hormann, der auch in diesem Jahr die Exkursion geleitet und mit seiner Erfahrung und Ortskenntnis zu einem gelungenen Morgen beigetragen hatte.
Beobachtungsliste:
a) Borsumer Wald:
Amsel
Blaumeise
Buchfink
Buntspecht
Eichelhäher
Feldlerche
Grünspecht
Kohlmeise
Kolkrabe
Mäusebussard
Misteldrossel
Mönchsgrasmücke
Rabenkrähe
Ringeltaube
Rotkehlchen
Singdrossel
Star
Turmfalke
Wachtel
Waldohreule
Zaunkönig
Zilpzalp
b) Bruchgraben:
Amsel
Bachstelze
Blaumeise
Dorngrasmücke
Graugans
Heckenbraunelle
Hohltaube
Kohlmeise
Kuckuck
Mäusebussard
Mönchsgrasmücke
Nachtigall
Rabenkrähe
Ringeltaube
Rotkehlchen
Rotmilan
Schwarzkehlchen
Star
Stockente
Zaunkönig
Zilpzalp